All Cantare im Probenwochenende

 

Am Samstag, 25.März, begab sich der Frauenchor All Cantare mit seiner neuen Dirigentin Sonja Oellermann in ein arbeitsreiches Probenwochenende nach Speyer. Auf dem Programm standen: gegenseitiges Kennenlernen, Stimmbildung, Studium neuer und alter Lieder  - vor allem aber Spaß!

 

Mithilfe eines Noppenballs prägte sich die Dirigentin die Namen der Sängerinnen ein und reaktivierte durch den Ball gleichzeitig die Gehirnsynapsen, die für das Singen wichtig sind. Nach einem gemeinsamen Stimmtraining wurde das anspruchsvolle Lied „Lascia ch`io pianga“ in Registerproben einstudiert. In einer gemeinsamen Probe nach dem Mittagessen wurde die schwermütige Arie wiederholt und „Sound of silence“ von Paul Simon in Angriff genommen. Beide Lieder sind von der Dirigentin eigens für den Chor arrangiert worden und sie zeigte sich mit der Leistung des Chores sichtlich zufrieden. Beschwingt ging es mit dem „Doo dub dah“ von Lorenz Maierhofer weiter. Zur allgemeinen Lockerung wurden Malerpinsel als Massagegeräte zur fließenden Melodie von „Die Moldau“ eingesetzt. Als Leinwand dienten die Körper der Sängerinnen. Nach einem letzten Kraftakt durften endlich die Sektgläser zu einer reichgedeckten Fingerfood-Tafel erklingen. Trotz Zeitumstellung  wurde lange in die Nacht mit viel Humor gefeiert und dabei so manche Erkenntnis über Afrika, dem Geburtsland der Dirigentin, gewonnen.

 

Am Sonntag wurden wieder die Malerpinsel geschwungen, diesmal zu „Summertime“ und es entstanden eindrucksvolle zweihändige Luftbilder – wie das geht? Das wird nur bei einem Besuch der Chorproben verraten. Ein herausforderndes Stimmtraining weckte und lockerte die noch etwas unausgeschlafene Stimme, bevor es zum Studium des bekannten „Dream a little dream of me“ und dem Wiederholen von „Sound of silence“ ging. Das gemeinsame Mittagessen beendete das gelungene Probenwochenende.

 

Interessierte Sägerinnen sind mittwochs (19.30 – 21.00) in den Probenraum der MZH Büchenau zum Schnuppern herzlich eingeladen.

 

(IB)

 


All Cantare verabschiedet Dirigentin

 

Am 15. Februar verabschiedete der Frauenchor All Cantare seine Dirigentin Doris Hach mit einem bunten Abend in seinemProbenraum in Büchenau.

 

Seit der Geburtsstunde des Chores im September 2005, als es mit einem ersten Treffen von ca. 40 singwilligen Frauen im Feuerwehrhaus Büchenaus begann, ist Doris Hach die Frontfrau, die den Takt angibt. Im Februar 2006 ist die damalige Singgemeinschaft als selbständiger Frauenchor dem Männergesangverein Büchenau beigetreten. Über die Jahre entwickelte sich eine gute Symbiose beider Chöre – sie bereichern sich musikalisch gegenseitig bei Konzerten und das alljährliche Spargelfest in Büchenau wäre ohne die Existenz des Frauenchores nicht mehr zu leisten.

 

Über zehn Jahren waltete und prägte Doris Hach den Frauenchor, der sich eine immense Chorliteratur   erarbeitet hat. Wichtig war der Dirigentin nicht nur die tongenaue Wiedergabe eines Liedes, sondern auch die ausdrucksstarke Präsentation desselben. Die Freude am Singen war das wichtigste Ziel ihrer Arbeit, die bei jedem Auftritt des Chores auch zu spüren war. Doris Hach arbeitete aber nicht nur musikalisch an der Präsentation des Chores. Über die Jahre entwickelte sie ein Konzept: so wurde dem Publikum nicht nur ein klangliches Bouquet geboten, sondern auch ein zur jeweiligen Jahreszeit oder dem jeweiligen Motto passendes Farbenbild.

 

Im Herbst 2016 gab Doris Hach bekannt, dass sie den Chor im Sinne der Weiterentwicklung in andere Hände übergeben möchte. Mit viel Glück konnte die Nachfolge jetzt geregelt werden: ab 1. März 2017 übernimmt Sonja Oellermann das Dirigat von All Cantare.

 

Ein Abschied fällt in der Regel allen Beteiligten schwer, dennoch haben es die Sängerinnen geschafft, den letzten Abend mit ihrer Dirigentin in ein positiv demütig dankendes und zugleich zuversichtliches Licht zu tauchen. Mit einem Obst-Kanon erinnerte der Chor an die Anfangsstunden im Feuerwehrhaus, verwöhnte mit einem mediterranen Buffet aus eigener Herstellung und unterhielt mit Theatereinlagen und selbstgedichteten Mitmachgeschichten und Liedern.

 

Zur Erinnerung an die gemeinsame Zeit überreichte die Chorsprecherin Inge Brinster ein Fotoalbum mit Bildern der letzten Jahre, zuvor ließ sie die Chorauftritte und gemeinsamen Erlebnisse in der Vergangenheit in einer Rede Revue passieren. Als Vertretung des MGV gratulierte Hartmut Matz für die erfolgreichen vergangenen Jahre und wünschte mit einem Blumenstrauß weiterhin viel Erfolg und viel Musik auf ihrem Lebensweg. (IB)