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Publikationen -
Presseberichte
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Badische Neuesten Nachrichten -
Herbert Menrath 18. Juli
2011
"all cantare" feierte
Geburtstag
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„No Woman, No Cry“ - der Titel einer
der bekanntesten Reggae-Balladen Bob
Marleys zierte das Deckblatt des
Programmes eines in jeglicher
Hinsicht wohlgelungenen Konzertes der
„Harmonie Büchenau“, erstmals
durchgeführt in der angenehm
beschallten Veranstaltungshalle im
Ort. Ursprünglich ein Trostlied („Nein
Frau, weine nicht“), entpuppte sich
nun diese Aussage als freudige
Feststellung (der Sänger?), quasi eine
Erleichterung darüber, dass die Frauen
bei der „Harmonie Büchenau“ nicht mehr
„außen vor“ sind, sondern einen
beachtlichen Klangkörper in diesem
Verein bilden und kräftig mitmischen
können. Anlass war das fünfjährige
Bestehen des Frauenchors „all
cantare“, der unter der sicheren
Leitung von Doris Pfeff in
dieser kurzen Zeit zu einem homogenen
Klangkörper voll lebendiger Frische
und sprühendem Elan herangewachsen
ist. Wenn der Brauch vieler Chöre,
statt gediegener
Volksliedbearbeitungen neu
arrangierte Popsongs in ihr Repertoire
einzubeziehen, ein Maßstab für die
Aktualität und das Ansehen ist, dann
hat „all cantare“ sicherlich die Nase
vorn, insbesondere auch deshalb, weil
er durch die Qualität der Darbietungen
zu überzeugen vermag. So erlebten die
vielen begeisterten Zuhörer ein
Geburtstagskonzert, bekamen einen
musikalischer Bilderbogen von
kaleidoskopartiger Vielfalt, voll
Spannung vom ersten bis zum letzten
Ton zu Gehör. Singend betraten die
Damen mit einer „Einsinge-Übung“ die
festlich geschmückte Bühne und der
Funke sprang beim ersten Lied „Have a
nice day“ sofort auf das Publikum
über. Zwei Stücke aus „Sister Act“
folgten, das „Salve Regina“ in
Englisch und „I will follow him“,
beide Stücke insofern janusköpfig, als
der jeweilige Anfang sich zunächst
klassisch geriert, dann aber plötzlich
in einen aktuellen Pop-Sound umschlägt
und - bei guter Darbietung wie hier -
richtig „groovt“. Der Männerchor
brachte bei seinem ersten
Auftritt vorwiegend eher besinnliche
Lieder wie „O Herr, welch ein Abend“
auf einen spezifisch auf das
Geburtstagskind zugeschnittenen Text
mit dem Solisten Rudi Katz zu Gehör.
Unter dem umsichtigen und sicheren
Dirigat von Peter Ribnitzky
bestach der Chor insbesondere
bei „Dank an die Freunde“ von Heinrich
Stahl und |
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der „Abendruhe“ von Rolf Kern durch
einen geschlossenen und aparten
Chorklang. Der Frauenchor setzte das
Programm fort mit arrangierten
Pop-Songs wie den etwas elegischen
„One fine day“ und „California
dreaming“, letzterer sehr gefühlvoll
von der Flötistin Birgit Stassen
mitgestaltet und begleitet von der
Pianistin Natascha Hock, die an diesem
Abend stark eingebunden war und durch
ihr sicheres Spiel großen Anteil am
Erfolg hatte. Der erste Teil endete
mit der Darbietung eines
Projekt-Kinderchores, wobei die
Leiterin Doris Pfeff sich als
ausgezeichnete Gitarristin erwies und
außerdem es verstand, das Publikum zu
einem afrikanischen Lied musikalisch
einzubinden. Im zweiten Teil,
szenisch eindrucksvoll
eingeleitet durch den Streit eines
Ehepaars mit „Hit the road, Jack“ (Hau
ab, Jack) und einem seiner dynamischen
Vielfalt wegen beeindruckenden „You
raise me up“ durch den Frauenchor
agierte auch der Männerchor in
ähnlichem Fahrwasser, bevor beide
Chöre sich beim durch die Beach Boys
bekannt gewordenen „Barbar‘ Ann“
singend vereinten, optisch aufgewertet
durch den getanzten Rock’n‘ Roll des
Tanzpaares Marianne Herr und Günter
Jahnke. Und als schließlich noch aus
der „Jazz-cantate“ von Andy Beck das
„Cantate canticum novum“ mit dem
Saxophonisten Paul Effenberger und dem
Cajonisten Jochen Geißler auf der
Kistentrommel erklang, war der
klangliche Höhepunkt erreicht. Als es
schließlich dann in einem Lied hieß:
„Die Männer waren zu lange allein“, so
konnte man dem nur beipflichten. Dann
der grandiose Abschluss mit John
Rutters „Schau auf die Welt“, zusammen
mit dem Kinderchor und den beiden
Erwachsenen-Chören, bei der eine
Tanzgruppe der „Büchenauer
Karnevalsgesellschaft“ unter der
choreographischen Führung durch
Birgitta Weckermann das klangliche
Geschehen optisch überhöhte, eine
Darbietung, die des großen Beifalls
wegen wiederholt werden musste. So
wurden viel entzückte Zuhörer in eine
angenehme Sommernacht
entlassen. |
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Badische Neuesten Nachrichten November
2010
Nacht der offenen Kirche -
Stutensee-Staffort |
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Stutensee-Staffort (ml). Um 20.30 Uhr
ist die Stafforter Kirche voll
besetzt. Eine Reihe von
Gesangssolisten und –solistinnen aus
der Schule von Jacqueline Petry aus
Weingarten lassen ihre Stimmen
erklingen. „Amazing grace“, „Ich bete
an die Macht der Liebe“ oder „Mehr
will ich nicht von dir“ aus dem
„Phantom der Oper“ werden durch den
Kirchenraum getragen. Die Zuhörer
lauschen, konzentriert und zugleich
entspannt, aber es ist mehr als ein
Konzert. Es ist die besondere
Atmosphäre einer Kirche. „Das Beste
ist, dass jeder kommen und gehen kann,
wie er möchte. Kirche wird zur
Begegnungsstätte“ urteilen zwei Frauen
aus Büchenau. Die beiden wollen bis
zum Schluss bleiben. „Schluss“
bedeutet Mitternacht. Pfarrer Bernhard
Wielandt wird diese Nacht mit einem
Liturgischen Tagesausklang beenden.
Doch zunächst ist Zithermusik der
„Badner Madeln“ zu hören, melodisch
und harmonisch, sanft und
beruhigend. |
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Else Gorenflo liest aus ihren Büchern
heitere und besinnliche, nachdenkliche
Texte von gestern und heute. Der
Männergesangverein aus Büchenau zieht
singend in das Gotteshaus ein. Warme
und kraftvolle Bässe ertönen im
Wechsel mit stimmungsvollen Gedichten
von Rainer Maria Rilke. Zwischen den
Programmteilen sind kurze Pausen,
Gelegenheit für Gespräche und um die
Köstlichkeiten am Buffet der
Landfrauen zu probieren. „So etwas am
Samstagnachmittag im Gemeindehaus
könnte ich mir schwer vorstellen. Es
muss schon nachts sein“ meint Markus
Simon aus Staffort. „Das Besondere ist
die offene Nacht“ erklärt auch Pfarrer
Wielandt. „Viele unterschiedliche
Gäste geben dieser Nacht ein eigenes
Gesicht. Für die Kirche ist das eine
Möglichkeit, sich von einer ganz
anderen Seite zu
präsentieren“. |
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Pressebericht vom
18.10.2010
„All cantare“ Auftritt nach den
Sommerferien |
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Mit zwei gelungenen Auftritten meldete
sich der Frauenchor „all cantare“ des
MGV Harmonie Büchenau nach den
Sommerferien eindrucksvoll zurück. Am
10.10. hatte uns der Gesangverein 1864
aus Untergrombach zu seinem Sängerfest
zusammen mit anderen jungen Chören
eingeladen. Die Tatsache, dass sich
angesichts des tollen Wetters und
vieler Konkurrenzveranstaltungen,
relativ wenig Zuhörer in der
Untergrombacher Mehrzweckhalle
eingefunden hatten, verdarb uns nicht
die Lust am Singen.
Mit dem afrikanischen "Lied für die
Erde" betraten wir die Bühne. Danach
wechselten sich Gospels und deutsche
temperamentvolle Songs, wie z.B. „Bei
mir bist du schön“, „Wir machen Musik“
u.a. ab. Auch das getragenere „You
raise me up“, das wir erstmals
vor |
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Publikum sangen, kam gut an. Die
Vorbereitung und Leitung lag in den
Händen von Doris Pfeff. Natascha Hock
begleitete uns gekonnt und sicher am
Klavier. Nach unserem letzten Lied
„Lollipop“ forderten die Zuhörer noch
eine Zugabe. Der Beifall und die
anerkennenden Worte vieler Mitglieder
anderer Chöre begleiteten uns auf dem
Heimweg. Am 17.10. traten wir beim
Sängerfest in Karlsdorf mit ähnlichem
Repertoire, viel Engagement und
positiver Resonanz auf. Um auch
weiterhin an diese Erfolge anknüpfen
zu können, würden wir uns sehr freuen,
in unserer Singstunde mittwochs abends
um 20.30 Uhr alte und neue Sängerinnen
begrüßen zu dürfen. |
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Badische Neuesten Nachrichten vom
18.12.2009
Gegengesang im Gotteshaus -
Adventskonzert in Büchenau mit
Schweizer
Männerchor
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„Mache Dich auf
und werde Licht", unter diesem Motto
wurde ein abwechslungsreiches in sich
stimmiges Programm von den Chorleitern
aus Maienfeld, Schweiz, Lucretia
Bärtsch und der Harmonie Büchenau,
Doris Pfeff und Gert Bachmaier
zusammengestellt. Der Männerchor aus
Maienfeld war zu einem Gegenbesuch
nach Büchenau gekommen. Vor gut zwei
Jahren war der MGV zu Gast in der
Schweiz. Das Programm war im ersten
Teil zunächst geprägt von den
weihnachtlichen Liedern in der
Weihnachtszeit. Beide Männerchöre
wurden stilsicher von ihren jeweiligen
Dirigenten geführt. Eine Ausnahme
bildete dabei der Frauenchor der
Harmonie, all cantare. Hier mischten
sich bereits die ersten bekannten
Spirituals, wie "Somebody's knocking"
oder "Heaven is a wonderful world",
schwungvoll vorgetragen, ein. Im
zweiten Block wurden mehr moderne
Kompositionen gesungen, insbesondere
von den Chören aus Büchenau, so unter
anderem „Sunny Light Of Bethlehem",
„This Little Light |
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Of Mine" vom
Frauenchor oder ,,Keep Your Lamps"
oder „In der Mitte der Nacht" vom
Männerchor des MGV. Die Höhepunkte des
Konzertabends waren das von beiden
Männerchören
in
Form eines
vierstimmigen Kanons und sehr
ausdrucksvoll intonierte „Mache Dich
auf und werde Licht". Das Ave Maria
(von Franz Biebl) spielten die beiden,
Chöre der Harmonie dergestalt ab, dass
dem Männerchor im Altarraum ein
kleiner Frauenchor auf der Empore der
Kirche gegenüberstand. Den Solopart
sang dabei Gert Bachmaier äußerst
gefühlvoll. Das Konzert wurde vor
einem begeisterten Publikum mit der
alten Weihnachtsmelodie „Adeste
fideles" sowie einer Zugabe beendet.
Der Besuch des Schlosses und des
Musikinstrumentenmuseums
in
Bruchsal sowie
des Weihnachtsmarktes in Karlsruhe
rundeten dabei das Konzertwochenende
der Schweizer Freunde
in
Büchenau
ab. |
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Badische Neuesten Nachrichten vom Mai
2006
MGV Harmonie auf
Konzertreise in Maienfeld, Schweiz
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Gert Bachmaier
besteht seine
Feuertaufe |
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Der MGV Harmonie Büchenau war wieder
einmal auf Reisen (04. – 06.05.07).
Was im August 2005 mit einem harmlosen
Eintrag seitens der Chorleiterin
Lucretia Bärtsch, im Gästebuch auf der
Internetseite des MGV begann, mündete
gut
1 ½ Jahre später in einem gemeinsamen
Konzert zusammen mit dem Männerchor
aus Maienfeld, Kanton Graubünden,
Schweiz. Dazwischen hatten bereits
diverse gegenseitige Besuche von
Vereinsvertretern stattgefunden. Vor
gut einem Jahr wurde der Plan für eine
Konzertreise konkret begonnen. Neben
einem sehr fein konzipierten
Besuchsprogramm mit Stadtführung,
Weinprobe sowie dem Besuch des
berühmten Heidihauses (weltbekannt
durch die Heidigeschichte von Johanna
Spyri) stand das Konzert am
Samstagabend im Mittelpunkt. Nachdem
der Männerchor Maienfeld in der
vollbesetzten Kirche mit
traditionellen Lieder, wie u.a. Maidle
lass dir was verzähle und Ach wie
ist’s möglich dann (beide von
Friedrich Silcher), Liebes Mädchen hör
mir zu (Satz v. Waldemar Klink), Ging
die Strasse schon (aus My fair Lady)
sowie den beiden rätho-romanischen
Liedern Mintga sera (Tumasch Dolf) und
Lueget von Berg und Tal (Schweizer
Abendlied) sehr ausgewogen und dem
feinen Dirigat ihrer Chorleiterin
Lucretia Bärtsch folgend, begonnen
hatte, umfasste die Liedauswahl des
MGV mehr die moderne Literatur. So
wurden im ersten Konzertteil auf
Gospel & Spirituals, wie z.B.
Didn’t my Lord deliver Daniel (R.
Emerson) oder When the Saints go
marching in (D. Hood) zurückgegriffen,
während im zweiten Abschnitt so
bekannte Titel wie Scarborough
Fair,
Solang man Träume noch leben kann (S.
Zauner,A. Strobel, H.K. Scharf), Only
you (V. Clarke) oder The Rose (A.
McBroom, L. Harry)
intoniert.
Alle Titel wurden mit sehr großer
Konzentration, äußerst ausdrucksvoll
und in wohl geformtem Klangbild
vorgetragen. |
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Besonders beim Spiritual Hush (B.W.
Dennard) konnte man im Kirchenraum
sprichwörtlich eine Stecknadel fallen
hören, mit soviel Gefühl und
Intensität sangen die „MGV-Männer“.
Der Konzertbeginn wie der
Konzertabschluss wurde von beiden
Chören gemeinsam gestaltet. Mit fast
80 Sängern bildete sich ein gewaltiger
Klangkörper, der dennoch sehr
harmonisch zusammenwirkte. Die Zuhörer
bekamen dabei nie den Eindruck, dass
im Altarraum zwei Chöre standen. Mit
den Weisen „Oh Du schöner Rosengarten
(Kurt Lissmann) und mit „Abendruhe“
(Rudolf Kern) beeindruckten die Sänger
die Zuhörer. Gert Bachmaier, als neuer
Dirigent seit Dezember 2006 beim MGV
in Diensten, hatte den Chor in dem für
ihn nicht einfachen Übergang von knapp
5 Monaten musikalisch hervorragend
eingestellt und seine „Feuertaufe“
damit glänzend
bestanden.
Am Sonntag hieß
es dann wieder Abschied nehmen. Nach
einem gemütlichen und sehr
ausgedehnten Frühstück auf einem
nahegelegenen Bauernhof traten die
beiden Chöre nochmals in Erscheinung,
um zu unterstreichen, warum Singen
pure Lebensfreude ist. Die
Sängerfamilie des MGV erlebte ein
bestens vom Männerchor Maienfeld
liebevoll organisiertes
Konzertwochenende, was schließlich
dazu führte, dass die
MGV-Verantwortlichen den Männerchor
Maienfeld zu einem Gegenbesuch im
Jahre 2009 eingeladen haben.
Begeleitet wurde der MGV u. a. von
Ortsvorsteherin Marika Kramer, die
ihrerseits die besten Wünsche der
Stadt Bruchsal und des Ortsteiles
Büchenau überbrachte. Dank gilt es vor
allen Dingen an den Organisator der
Reise, dem 2. Vorsitzenden Franz
Hasenfuß, für die umfangreiche Arbeit
zu sagen. |
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Badische Neuesten Nachrichten vom 16.
November 2005
Konzertprojekt mit beachtlicher
Nachwirkung |
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Synergieeffekte kommen am wirksamsten
zur Geltung, wenn das Stammkapital der
Kooperationspartner groß und stark
ist. Die beiden Männerchöre "Harmonie"
Büchenau und "Sängerbund" Obergrombach
sind von Hause aus Garanten für
Chorklang vom Feinsten und die Namen
der Chorleiter, Stefan Kistner als
ausgewiesener Kreischormeister und
Herbert Menrath als hochdekorierter
Schul- und Kirchenmusiker, sind
ihrerseits Qualitätsbegriffe von
besonderem Rang. Das Programm folgte
einer richtungsweisenden Konzeption,
nicht der Abspulung tradierter
Repertoiretitel, sondern einer Folge
neu einstudierter Raritäten der auch
liturgischen Männerchorliteratur. Im
Zentrum stand die Aufführung der Messe
"Sancti Friederici" für Soli,
Männerchor und Orgel von Joseph
Gruber, nicht zu verwechseln mit jenem
sehr viel älteren Salzburg-Halleiner
Stille-Nacht-Gruber. Josef Gruber
wurde 1855 in Niederösterreich
geboren, war Bruckner-Schüler, er
starb 1933 in Linz. Stadtpfarrer Edgar
Neidinger gab eine Einführung in die
auch liturgiegeeignete Missa Brevis
Grubers, und er bettete das Werk ein
in seinen originären
theologisch-religiösen Kontext. Dem
Johannesevangelium entsprechend war am
Anfang das Wort, und deshalb ist und
bleibt die Musik die Dienerin dieses
Wortes -ein Anspruch, der im Konzert
erfüllt wurde. Umrankt wurde die
Gruber-Messe von Chor- und
Solobeiträgen. Letztere ausschließlich
mit choreigenen Solisten, die
semiprofessionellen Ansprüchen
genügten. Jürgen Müller verfügt als
sonorer Bass über schwarze Tiefen,
sichere Höhen und eine reife
Atemtechnik. Jens Skibbe ist mit
schwindelfreien Höhen als echter
lyrischer Tenor mit auch dramatischen
Qualitäten die besondere Entdeckung
des Abends. Der zweite Solo-Tenor des
Abends, Stefan Degen, hat mit
Geschmeidigkeit und Stilsicherheit in
einer Bach-Arie überzeugt. Reinhard
Wolf bestach mit seinem
Zwei-Okta-ven-Ambitus. der tenorischen
Höhe und Leichtigkeit, während Frank
Neuberth mit seiner reifen und
sympathischen Stimmkultur die ideale
Ergänzung der Solo-Tenöre war. Die
Positionierung der Solisten neben dem
Spieltisch der Orgel war zwar
vorteilhaft für die kurze Leine zum
Organisten, aber der umstehenden dicht
gedrängten Chorsänger wegen zum
Nachteil der Klangpräsenz und Dynamik.
Später war die erstaunliche Stimm- und
Interpretationsqualität aller Solisten
deutlicher erkennbar, als diese sich
vor den Kreis der weit über 120
Chorsänger positionierten. Herbert
Menrath spielte zwei stilistisch
einheitliche |
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Beiträge für Orgel Solo aus der
französischen
Orgelmusik-Tradition.
Der Organist agiert in seine
langjährigen kirchenmusikalischen
Heimat auf einer Orgel, die er sehr
gut kennt und in einer vertrauten
Akustik. Seine Registrierung ist
intelligent und in der Chorbegleitung
umsichtig, und dynamisch angemessen,
immer kultiviert und defensiv.
Stefan Kistner übernimmt das
Dirigat im "Deus Salutis" von G. H.
Jones, spannt herrliche Legatobögen
und leitet den homogenen, keine
Sekunde nur addierten Chorklang der
beiden sonst getrennt singenden Chöre
mit Präzision und einer souveränen
Bestimmtheit seiner versierten
Zeichengebung. Menrath zeichnet
anschließend gleichfalls sehr exakt,
federn und motivierend. Es gelingen
ihm vorzügliche, lupenrein intonierte
Schlüsse, und das Sich-Trauen seiner
Choristen wird fortschreitend
deutlicher hörbar. In der Messe sind
Jens Skibbe, Frank Neubert, Raphael
Pompe und Jürgen Müller als
hervorragend disponierte Solisten
beteiligt. Das Kyrie gelingt
verhalten, das Christe frischer, und
im Gloria entfaltet sich die
eindrucksvolle dramatische Wucht der
Unisono-Melodik nach dem solistischen
Vorspann. Die Intonationen von Gloria
und Credo erfolgen choraliter, und im
"Et incarnatus est" gestaltet und
entfaltet Jens Skibbe eine tiefe und
im doppelten Wortsinn "glaub-würdige"
Verin-nerlichung. Benedictus und Agnus
heben an mit sonorem Chorbass und eine
spürbare Singfreude spiegelt mehr und
mehr durch die immer
intonationssichere Gestaltung. Mit
einem besonders anspruchsvollen, weil
polyrhythmischen Chorsatz im
deklamatorischen Stil des Zeitgenossen
Vytautas Miskinis überrascht Menrath
als schlagtechnisch versierter
Chorleiter, und das Konzert endet
andächtig mit dem siebenstimmigen Ave
Maria von Franz Biebl als quasi
chorisches Concerto Grosso mit einem
Solistenensemble und der
Tutti-Besetzung im Gegenpart. Dieses
Konzertprojekt der besonderen Art -
oder war es ein musikalisch
hervorragend gestalteter Gottesdienst
in gebetsähnlicher kontemplativer
Atmosphäre? - wird auch als
bürgerschaftliches Ereignis lange
nachwirken, denn die sprichwörtliche
Harmonie zweier Stadtteile und ihrer
erfolgreichen Männerchöre tangiert
nicht nur musikalisch-künstlerische,
sondern auch ethische und politische
Dimensionen.
Johann J. Beichel |
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Badische Neuesten Nachrichten vom 5.
Februar 2005
Projekt Frauenchor
abgelehnt |
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Die Hauptversammlung des MGV Harmonie
Büchenau fand im Probenraum der
Mehrzweckhalle statt. Die Versammlung
sollte auch das Thema "Projekt
Frauenchor" erörtern und darüber
entscheiden. In der Folge erstattete
der Vorstand die Berichte, Wilfried
Klein als Vorsitzender, Volker
Seilnacht als Schriftführer, Franz
Hasenfuß als stellvertretender
Vorsitzender, Hartmut Matz als
Kassierer und Chorleiter Stefan
Kistner. Nach kurzer Aussprache und
Bericht der Kassenprüfer wurde der
Vorstand einstimmig entlastet. Als
weiterer Punkt standen Neuwahlen der
Verwaltung an. Dirk Fehlau wurde als
weiterer stellvertretender
Vorsitzender und Roland Rimmelspacher
als Personalkoordinator einstimmig
gewählt. Sangerkreisvorsitzender
Manfred Zimmermann dankte den vielen
Mitgliedern und nahm Ehrungen vor. Für
25-jährige Mitgliedschaft: Michael
Bürger, Ernst Geißler, Günter
Horstmann und |
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Jens Weber. Für 40 Jahre: Anton
Henecka, Franz Robl, Heimfried Werner.
Für 50 Jahre: Anton Geißler, Theo
Geißler, Hermann Hellriegel, Walter
Schäffner, Hans Zimmermann, für 75
Jahre: Albert Geißler. Zusätzlich
erhielten Ernst Geißler und Günter
Horstmann für 25 Jahre als aktive
Sänger vom Badischen Sängerbund die
silberne Ehrennadel. Zuletzt führte
der oben angesprochene Punkt ,,Projekt
Frauenchor, nicht gemischter Chor" zu
einer regen Diskussion. Wilfried Klein
trug sein Anliegen mit Argumenten vor,
die sich auf die Entwicklung im Umfeld
des Vereins stützten. Dem entgegen
wurden viele finanzielle Bedenken
geäußert. Letztlich erhielt das
Vorhaben nicht die notwendige
Stimmenzahl beim Votum. Damit wurde
das Projekt Frauenchor
abgelehnt. |
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Badischen
Neuesten Nachrichten vom 15. September
2004
Die
Freundschaft durch Musik vertieft
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Büchenauer
Sänger beim Männerchor der
Partnerstadt Cwmbran herzlich
aufgenommen |
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Unter dem Motto:
"Freundschaft durch Musik" hatte der
Pontnewydd Male Choir (PMC), den
Männergesangvereins Büchenau (MGV) zum
Jubiläumskonzert anlässlich seines
100-jährigen Bestehens nach Cwmbran,
die walisische Partnerstadt von
Bruchsal, eingeladen. Und da die
Büchenauer Sänger sowohl Freundschaft
als auch Musik schätzen, folgten sie
der Einladung mit viel Freude und mit
insgesamt 108 Personen. Der gemeinsame
Auftritt beider Chöre in der bekannten
Cwmbran Congress Hall war der
unbestrittene Höhepunkt des
sechstägigen Aufenthaltes. Die beiden
Chorleiter Walford J. Hutchings und
Stefan Kistner hatten das Programm so
zusammengestellt, dass gemeinsam
gesungene Beiträge den Schwerpunkt des
Programms bildeten. Mit "Deus salutis"
vermittelten die mehr als 90 Sänger
beider Vereine gleich zu Beginn des
Abends die Freude an der Erfahrung der
Gemeinsamkeit, die sich während des
Konzertes bis zu den gemeinsam
gesungenen Hymnen steigerte, die vom
Publikum im Stehen mitgesungen wurden.
Aber auch die einzelnen Chöre wollten
bei der Gelegenheit zeigen, was sie zu
bieten ha ben. Als besonderes Bonbon
hatten die Gastgeber den Bariton David
Williams aus den USA einfliegen
lassen, den Enkelsohn einer ihrer
Sänger, der die Herzen des Publikums
mit bekannten Arien eroberte. Der MGV
variierte geschickt traditionelle
Lieder mit Gospels und Spirituals.
Dabei waren sowohl die homogenen
Chorbeiträge als auch die Soli von
Rudi Katz und des vielversprechenden
Nachwuchssängers Leonhard Geissler
überzeugend. Absolute Spitze war
einmal mehr Nachwuchspianist Matthias
Böhringer bei seinem atemberaubenden
Auftritt mit einer Großen Etüde nach
Paganini Nr. 6 von Franz
Liszt. |
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Auch als
Begleiter des Arrangements "Marina"
von Arnold Kempkens sorgte er dank
einer virtuosen Einlage für Aufsehen
und außergewöhnlichen Schwung. Ziel
des Treffens, das von der Stadt
Bruchsal bezuschusst und vom
Freundeskreis unterstützt wurde, war
aber auch der Austausch zwischen den
einzelnen Chormitgliedern. Die meisten
Büchenauer waren bei Sängern aus Wales
oder Mitgliedern des Freundeskreises
Bruchsal untergebracht. So wurden alte
Freundschaften vertieft und neue
geschlossen. Wilfried Klein, der
Vorsitzende des MGV, dankte beim
Abschiedsfest, der so genannten
"Farewell-Party", den Gastgebern für
das "einzigartige Engagement" im
Vorfeld, besonders aber während des
Besuchs der Büchenauer Gäste. Als
bleibende Erinnerung hatten die
Büchenauer ein Fass badischen Rotweins
mit Gläsern für alle Sänger
mitgebracht. Lionel F. Boughay, der
Vorsitzende des walisischen Chores,
ließ es sich nicht nehmen, seinerseits
den Organisatoren der Reise Hartmut
Matz, Günther Horstmann, Rolf Berg und
Wilfried Klein nochmals zu danken und
Wolfgang Biedermann alles Gute zu
wünschen, für den es die letzte Reise
nach Cwmbran als Ortsvorsteher war.
Die Farewell-Party zeigte, wie sehr
die Vertreter der beiden Chöre in der
kurzen Zeit miteinander vertraut
geworden waren, ganz im Sinne der
Proklamation, die der Weltchorverband
IFCM 1990 in Helsinki formulierte:
"Austausch und Lebensart zu gestalten,
Länder- und Sprachgrenzen zu
überwinden, Hoffnung auf eine positive
Veränderung unseres Lebensraumes zu
wecken". |
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Badischen
Neuesten Nachrichten vom 23. März 2004
von
Herbert Menrath
Klanglicher
Schmelz adelte die Interpretationen
-
Harmonie-Männerchor
und Spiritualchor Karlsruhe gaben
gefeiertes Gospelkonzert in
Büchenau
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Eine großartige
Idee: Anlässlich seines 85-jährigen
Bestehens gestaltete der
Männerchor
Harmonie Büchenau zusammen mit dem
Spiri
tualchor
Karlsruhe als Gastchor ein
Gospelkonzert in der katholischen
Kirche in Büche
nau. Das Ergebnis war von hoher
Qualität und
einzigartiger
Wirkung. Spirituals und Gospels,
geistliche Gesänge
der Negersklaven, bilden eine absolute
Einheit
von ergreifender
Musikalität und vitaler Er
lebnisfähigkeit, und schöpfen aus dem
reichen
Fundus der
christlichen Botschaft. Die
Sehn
sucht nach Freiheit konnte und durfte
sich nur
in religiösen
Metaphern artikulieren. Wenn sich
heute gestandene Männerchöre an
diese
Literatur heranwagen, so sei bedacht,
dass sie
Neuland betreten, in das sie sich aus
ihrem
ursprünglich
anderen Zuhause herantasten müs
sen. Jüngere Chöre jedoch gehen
vielfach von
dieser Literatur aus und bewegen sich
ob ihrer
hohen
Flexibilität auch auf neue Formen mit
jazzartigen Elementen und sogar auf
klassische A-cappella-Werke zu. So
geschehen bei diesem Konzert. Der
Harmonie Büchenau als Gastgeber
war
es vorbehalten, das Zaubertor dieser
völlig
unintellektuellen,
im tiefen Sinne ursprünglich-naiven
Glaubenswelt aufzustoßen. Was dann
folgte, erstaunte die Zuhörer des
überfüllten Gotteshauses. Teils a
cappella, teils mit Klavierbegleitung
(Matthias Böhringer) und
Schlagzeug (Uwe Berggötz), verstand es
Stefan
Kistner, die vielfältigen Emotionen
auszubrei
ten und offenzulegen. Die hohe
Musikalität des
Chors und der klangliche Schmelz
adelten die
Interpretationen, wobei der junge
Sänger Leo
Geißler sich mehrmals als Solist
auszeichnete. Der zweite Teil gehörte
dem Gastchor unter
der Leitung von Reiner Senger. Dieser
Chor, inzwischen schon über 30 Jahre
alt, entstand
aus einerevangelischen Jugendgruppe
und hat
bis heute |
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seinen jugendlichen Charme nicht
verloren: Körpersprache, Mimik, Gestik
und ein rhythmischer Drive sind nur
einige der
Vorzüge dieses etwa dreißig
Sängerinnen und
Sänger umfassenden Klangkörpers. Sie
wollen
nicht etwa die rauen und kehligen Töne
der
schwarzhäutigen Chöre imitieren,
sondern mit
den auf dem Boden unserer europäischen
Kul
tur gewachsenen Klangvorstellungen die
Gesänge erlebbar machen.
Und sie wurden zum Erlebnis, das —
ähnlich
wie im ersten Teil — durch eine kluge
klangli
che Regie vertieft wurde. Der Wechsel
zwi
schen kleinem und großem Chor, die
Einbezie
hung von Solisten (Irene Zeiß,
Annemarie
Mayer, Elvira Holzleitner, Bertram
Pabst) und
einer Combo (Helmut Zimmer, Piano; Uwe
Berggötz, Schlagzeug, Christian Senger
und
Stefan Spieß, Gitarre), einmal sogar
erweitert
durch ein australisches Didgeridoo
(Sebastian
Stöß), der Auftritt einer kleinen
Männerchor-
und gemischten Chorgruppe wurden zu
einem
starken musikalischen
Bogen.
Dieser spannte sich sich von einem
jüdischen
Medley mit jazzartigen Elementen über
be
wegte Gospelgesänge bis hin zu neueren
Song
-
Bearbeitungen. Reiner Senger, der
viele eigene
Arrangements beisteuerte, brillierte
nicht nur als Chorleiter, sondern auch
als Begleiter am Klavier, als Gesangs-
und Instrumentalsolist:
Eine Renaissance-Komposition von
Cristobal
Morales diente als klanglicher
Hintergrund für
seine Improvisationen auf dem
Sopransaxofon. Zum Schluss noch der
klangliche Höhe
punkt: Die Büchenauer und Karlsruher
Sänger vereinigten sich mit dem
„Amazing Grac
e"
zu
einer echten „Harmonie”, einem
herrlichen Fi
nale, nach welchem die Zuhörer spontan
ste
hend ihre Achtung vor der Leistung der
beiden
Chöre bekundeten.
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Heilbronner
Stimme vom 11. November 2003 von Arnd
Waidlich
Mächtige Chöre
und feine Melodien |
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Seinen 95. Geburtstag feierte der
Männergesangverein Liederkranz
Eppingen-Rohrbach am Sonntagabend mit
einem sehr gut besuchten Konzert in
der Pfarrkirche St. Valentin. Das
Konzert unter dem Motto "Jahre kommen,
Jahre ziehen" begann der Liederkranz
mit dem gleichnamigen Lied von Rudi
Kühn, gefolgt von den "Klängen der
Freude" (Willi Trapp) und "Vineta "
(Ignaz Stein). Als Gast hatte sich der
Rohrbacher Liederkranz mit der
"Harmonie" aus Büchenau ein
Schwergewicht des Chorgesangs
eingeladen. Die Sänger aus Büchenau
vertraten die Stadt Bruchsal schon des
öfteren bei offiziellen Anlässen. Dass
das nicht von ungefähr kommt, bewiesen
sie an diesem Abend. Der 55-köpfige
Chor glänzte nicht nur bei Josef
Gabriel Rheinbergers "Abendlied" mit
mächtiger Fülle. Ebenso gelungen waren
"O du stille Zeit" und
Rimsky-Korsakows "Vater unser". Mit
dem russischen Einfluss bei diesem
Lied zeigte der Chor, dass er
fremdländischen Tendenzen nicht abhold
ist. Im weltlichen Teil des Konzerts
entführte die "Harmonie" mit den
Gospels "Good News" und "Steal Away"
in die USA. Quasi als Ausgleich wurde
das "O Happy Day" in einer ungewohnten
deutschen Version dargeboten.
Damit nicht genug, begab sich der
Liederkranz beim "Herr, gib Frieden"
in kurzen Passagen ebenfalls auf
russisches Terrain. Gelungen auch die
Interpretationen des "Herr unser Gott"
von Ignaz Schnabel und Wolfgang Tropfs
" Die Rose". Beide Chöre
vereinigten |
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sich zu den abschließenden " O Herr,
welch ein Abend" (Otto Groll) und
"Hört, ihr Herren " (Klaus Siefert) im
Altarraum.
Vor der bis auf den letzten Platz
besetzten Kirche zog
Liederkranz-Vorsitzender Ernst Färber
zufrieden sein Resümee. Er zeigte sich
überwältigt von der Resonanz und dem
musikalischen Niveau der Liedvorträge
an diesem Abend. Darin schloss er die
beiden Solisten ein. Sopranistin
Dorothea Mayer sang im klassisch
geprägten Teil Franz Schuberts "Im
Abendrot" und das "Panis Angelis" von
Cesar Franck. Im zweiten Teil, der
sehr gospelig daherkam, war sie mit
Celine Dions "My heart will go on"
vertreten, dem Titelsong aus dem Film
Titanic. Komplettiert wurde ihr Reigen
mit "I don't know how to love him" aus
Jesus Christ Superstar. Obwohl
gesundheitlich hörbar angeschlagen und
die Stimmbänder zwischen den
Auftritten immer wieder mit Kamillosan
"ölend", gelang ihr dabei dennoch eine
überzeugende Leistung.
Ein anderer Solist begeisterte mit
seinen Zwischenspielen. Was Johannes
Sieber bot, war eigentlich viel zu
schade, um nur die Übergänge zwischen
den zwei Chören zu füllen. Der erst
sechzehnjährige Landshausener legte
eine fulminante Toccata und Fuge von
Johann Sebastian Bach hin, die das
ganze Konzert
überstrahlte. |
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WILLI
,
das Stadtmagazin für Bruchsal 05/2003
© WILLI
Wir singen
alles. Außer Hochdeutsch
Der Autor, Herr Thorsten Konrad, wird
sehr wahrscheinlich gerade für dieses
Werk einen Literaturpreis erhalten.
Aber lesen Sie selber. Hier finden Sie
das Original im
pdf-Format. |
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Badische Sängerzeitung vom Februar
2003
In Wien
mit Chören aus aller Welt
musiziert
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Mit Chören aus
aller Welt zusammenzutreffen, sich zu
messen und auszutauschen war ein
wichtiger Grund für die Reise der
Büchenauer Sänger nach Wien. Ein
weiterer Grund war die Einladung des
Wiener Erzbischofs, Kardinal von
Schönborn, eine von ihm zelebrierte
Messe im Stephansdom mitzugestalten;
ein Meilenstein in der Geschichte des
Vereins! Alle 27 Chöre, die das
Adventssingen gestalteten, wurden am
Sonntagabend zum Abschlussempfang in
den Festsaal des Wjener Rathauses
eingeladen und nach Übergabe von
Urkunden endete der offizielle Teil
mit dem gemeinsamen Lied "Freude
schöner Götterfunken" von Ludwig van
Beethoven. Zur Überraschung aller
dirigierte Chorleiter Stefan Kistner
diesen "Weltchor" |
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in imposanter
Stärke von rund 1.000 Stimmen. Beim
eigentlichen Adventssingen wurden
unter der Leitung von Stefan Kistner
neben anderen Stücken der
"Christmettenaufruf" aus der Sammlung
europäischer Weihnachtslieder und "0
happy day" vorgetragen. Die letzte
Herausforderung folgte im Kloster
Melk, in der dortigen Klosterkirche
war u. a. "0 du stille Zeit" in einer
von Stefan Kistner bearbeiteten
Version und "The Rose" von A. MC.
Broom zu hören. Mit einem
organisatorisch und kulturell
gelungenen Adventssingen konnten die
diesjährigen Vereinstätigkeiten
gebührend abgeschlossen
werden
. |
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Badische Neueste Nachrichten vom
11. Dezember
2002
Kistner
dirigierte den Weltchor
MGV Harmonie
Büchenau bei Adventsingen in Wien
und Melk
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Wien/Bruchsal-Büchenau
(ag) Ein Höhepunkt folgte dem
anderen bei der Wienreise des MGV
Harmonie Büchenau. War schon die
Mitwirkung des Chors bei dem von
Kardinal Dr. Christof
Schönborn am Nikolausabend im
Stephansdom zelebrierten
feierlichen Messe laut
Vorsitzender Manfred Zimmermann
bereits „ein Meilenstein der
Vereinsgeschichte“, kamen drei
weitere hinzu. Am frühen Abend des
Samstag intonierte der MGV beim
„Internationalen Adventsingen“ im
Festsaal des Wiener Rathauses
unter der Chorleitung von Stefan
Kistner vor rund 800 Zuhörern mit
großem Erfolg acht Lieder. Bei
dieser Veranstaltung treten an den
vier Adventswochenenden insgesamt
101 Vereine oder Gesangsgruppen
auf. Am zweiten Wochenende waren
dies insgesamt 27, die aus aller
Welt angereist waren. Mehr als
eine Marginalie. Der MGV war der
einzige Chor,
.
der mit
seinem Stadtoberhaupt vertreten
war. Oberbürgermeister Bernd Doll
wurde denn auch persönlich
begrüßt, seine Anwesenheit vom
Publikum mit viel Beifall
honoriert. Die angereisten Vereine
kommen jeweils am späten
Sonntagabend nochmals im Festsaal
des Wiener Rathauses zum
Abschlussempfang und zur
Urkundenübergabe zusammen. Am
letzten
Sonntag waren
dies rund 1000 Personen. Der
offizielle Teil
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endet dann
traditions gemäß damit, dass
gemeinsam die Europahymne „Ode an
die Freude“ („Freude schöner
Götterfunke“) gesungen wird. Bei
Beginn dieser Veranstaltung gab es
eine große Überraschung. Der
Büchenauer MGV mit seinem
Chorleiter Stefan Kistner kam
offensichtlich bei seinem Vortrag
am Samstag so gut an, dass ihm die
hohe Ehre zuteil wurde, den
„Weltchor“ bei der Abschlusshymne
zu dirigieren. Kistner hat diese
Herausforderung als „Herr über
1000 Stimmen“ mit Bravour
gemeistert. Ein letztes Mal muss
sich die Ortsbezeichnungen
„Brooklyn/New York, Graham/North
Carolina, Shaker Heights/Ohio,
Büchenau/ Deutschland“ auf der
Zunge vergehen lassen. Der Grund:
Dies waren die im Programm
ausgewiesenen Ortsangaben der vier
Chore, die am „Internationalen
Adventsingen“ in der Stiftskirche
des Klosters Melk am
Sonntagnachmittag auftraten. Die
barocke Klosterkirche war voll
besetzt, als der MGV mit einer
geforderten Zugabe neun Lieder
intonierte. Dem Auftritt ging
schon vor Monaten eine strenge
„Qualitätsprüfung“ voraus, der der
Chor in dem einmaligen Ambiente
des Gotteshauses mehr als gerecht
wurde.
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Badische Neueste Nachrichten vom
9. Dezember 2002
Büchenauer
Chor mit wohltuender
Freundlichkeit empfangen
-
Persönliches
Ständchen der Sänger für Kardinal
Christof Schönborn nach einem
festlichen Gottesdienst im Wiener
Stephansdom
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Bruchsal-Büchenau/Wien
(ag). Seinem
Wahlspruch „Ich aber nenne euch
Freunde“ wurde er mehr als
gerecht, der Wiener Erzbischof,
Kardinal Dr Christof Schönborn.
Ein Beleg dafür waren am
Nikolaustag seine einführenden
Worte bei dem von ihm zelebrierten
Abendgottesdienst im Stephansdom
der österreichischen Hauptstadt
(wir berichteten). Er begrüßte vor
mehreren hundert
Gottesdienstbesuchern den
mitwirkenden Männergesangverein
„Harmonie“ Büchenau und den
Oberbürgermeister der Stadt
Bruchsal, Bernd Doll. Zuvor hatte
der Kardinal tiefgestapelt, als er
im Einladungsschreiben an den
Oberbürgermeister die von ihm
zelebrierte Herz-Jesu-Abendmesse
als einen „eher schlichten
Gottesdienst“ bezeichnet hatte,
der „freilich kein feierliches
Hochamt" sei. Immerhin nämlich
erfolgte der Einzug des Kardinals
mit vier weiteren Priestern und
acht erwachsenen Ministranten, die
ihm auch bei der Messfeier
beistanden, bei vollen
Orgelakkorden in sehr feierlicher
Form. Aus Bruchsaler und
Büchenauer Sicht hatte die Messe
den Charakter eines Hochamtes,
verbunden mit einer
eindrucksvollen Predigt zum
Tagesevangelium. Dem Gottesdienst
im Stephansdom folgte ein Empfang
des Kardinals in der Sakristei für
die mit Begleitungen 100 Personen
starke MGV-Delegation mit dem
Oberbürgermeister an der Spitze.
Die Begegnung war durch zwei
Umstände gekennzeichnet.
Einerseits durch die wohltuende
Freundlichkeit, mit der der
charismatische Oberhirte seinen
Bruchsaler Besuchern begegnete,
und andererseits durch die
Bewunderung und
Verehrung,
derer er sich
sichtlich
bei Letzteren
erfreuen durften.
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Dies kam beim
Empfang auch durch die drei kurzen
Ansprachen zum Ausdruck.
MGV-Vorsitzender Manfred Zimmermann
schilderte das Empfinden der Sänger
und ihrer Begleiter als eine
Begegnung, die im Gedächtnis
verwurzelt bleiben werde, sei sie doch
„in unserem Tun der absolute Höhepunkt
und zugleich ein Meilenstein der
Vereinsgeschichte“. Ein persönliches
Ständchen des Chors für den Kardinal
mit dem Lied „The Rose“ von A. McBroom
sollte das dankbar zum Ausdruck
bringen. Bernd Doll charakterisierte
das Zusammentreffen mit dem Kardinal
als „Begegnung mit einer bedeutenden
Persönlichkeit unserer Zeit“. Auf das
Wort Kardinal Schönborns, dessen
„Charisma begeistert“, dürfe man
getrost hören. Schließlich hofft Doll,
dass der geistliche Würdenträger - wie
schon einmal als Weihbischof 1993 -
wieder in Bruchsal zu Gast sein könne.
Dem Wunsch begegnete Schönborn
wohlwollend und zeigte sich erfreut,
dass der Oberbürgermeister den jetzt
bestehenden intensiven Kontakt mit der
Residenzstadt seines Verwandten
herbeigeführt habe. Er zeigte sich
auch sehr interessiert an den
Liedvorträgen wahrend des
Gottesdienstes, insbesondere für das
Schlusslied „Gaude Mater“ von T.
Klonowski, zu dem er sich von
Chorleiter Stefan Kistner die
gesanglichen Details erklären ließ.
Die Wienreise des MGV Büchenau wurde
am Samstag durch einen Konzertauftritt
beim „Internationalen Adventsingen“ im
Festsaal des Wiener Rathauses
fortgesetzt. Ein dritter Auftritt
folgte gestern in der Stiftskirche
des
Klosters
Melk.
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Badische Neueste Nachrichten vom
7. Dezember 2002
Mit
Kardinal Schönborn im
Stephansdom
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Wien/BruchsaI-Büchenau
(ag) „Es ist kein feierliches
Hochamt, sondern ein eher
schlichter Gottesdienst“, hatte
der Erzbischof von Wien, Kardinal
Dr. Christoph Schönborn, in seiner
Einladung an den
Männergesangverein „Harmonie“
Büchenau mitgeteilt. Dieser wirkte
gestern Abend an der von Kardinal
Schönborn zelebrierten monatlichen
Herz-Jesu-Messe im
Stephansdom
der
österreichischen Hauptstadt mit.
Die Weichen hierfür hatte
Oberbürgermeister Bernd Doll
gestellt. Der OB konnte es
einrichten, bei dem Gottesdienst
selbst anwesend zu sein, sind doch
die Bezüge derer von Schönborn zu
Bruchsal vielfältig. Kardinal
Christoph Schönborn (sein „von“
darf er in Österreich nicht
fuhren) entstammt jenem
Geschlecht, aus welchem in der
Vergangenheit ein rundes Dutzend
kurfürstliche und
fürstbischöfliche Würdenträger
hervorgingen. Einer von ihnen,
Fürstbischof Kardinal Damian Hugo
von Schönborn, machte im 18.
Jahrhundert Bruchsal zur Residenz
des Hochstiftes Speyer und ließ
das neue Schloss erbauen. Davon
zehrt die „Barockstadt“ noch
heutzutage. Der seit 1995
als
Erzbischof in
Wien amtierende und
1998
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zum Kardinal
ernannte Christoph Schönborn hatte
anlässlich des 250. Todestages von
Damian Hugo im Jahre 1993 noch als
Weihbischof Bruchsal besucht. Seit
dieser Zeit ist man unter der
Federführung von OB Doll in
gegenseitiger Verbindung. Sechs
Lieder intonierte der MGV unter
der Leitung von Stefan Kistner bei
der Abendmesse im ehrwürdigen
Stephansdom. Das zwischen dem
zwölften bis 14. Jahrhundert
errichtete Bauwerk gilt als das
Wahrzeichen der Stadt Wien und als
das bedeutendste gotische
überhaupt in Osterreich. Mit dem
eingangs gesungenen „Abendlied"
von Josef Rheinberger bis hin zum
niederländischen Kirchengesang
„Der Herr segne Euch aus Zion“ und
als Schlusslied „Grande Mater" von
T. Klonowski gab der Chor dem
Gottesdienst einen besonders
feierlichen Rahmen. Ein einmaliges
Erlebnis für alle Büchenauer
Sänger und deren Begleitung. Für
die Ersteren auch eine
ungewöhnliche Auszeichnung, denn
Laienchöre dürfen nur
ausnahmsweise an den Messen im
Stephansdom
mitwirken.
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Badische Neuesten Nachrichten vom 15.
Juli 2002
Aus Open
Air wurde ein Festival
-
„Domizil"-Parkplatz
vermittelte mittelalterliches
Ambiente |
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Bruchsal-Büchenau
(ag) Beginnen wir mit dem Ende des
„Open-Air-Gesangs der etwas anderen
Art" am Samstag Abend auf dem „Domizil
"-Parkplatz des Hotels „Ritter" und
zwei Feststellungen von Johannes
Fuchs. Diese lauteten „Aus einem
Open-Air-Konzert wurde ein
Open-Air-Festival", und „Das heutige
Konzert wird in die Büchenauer
Festgeschichte eingehen, und es wird
wohl nicht die erste und letzte
Veranstaltung an dieser Örtlichkeit
sein." Fuchs, ehedem Ortsvorsteher und
Schulleiter, hatte die Moderation des
Konzertes übernommen, das unter dem
scherzhaften Motto "Männer sind was
Wunderbares" stand. Alles andere als
ein „zuhörender Festteilnehmer" - wie
er stiefstapelnd seine Funktion
beschrieb - führte er bemerkenswert
Geistvolles und mit einem Schuss
hintergründigen Humors zum Verhältnis
der beiden menschlichen Geschlechter
zueinander, bei dem über zweistündigen
Programm aus. Und noch etwas: Die
mehreren Hundert Zuhörer waren nicht
nur von dem bunten Reigen der Vorträge
begeistert, sondern auch über die
Veranstaltungsörtlichkeit und ihre
Herrichtung. Der "Domizil"-Parkplatz
an der Gustav-Laforsch-Straße
vermittelte mit seiner
Seitenbegrenzung durch den
"Hummelstall" beziehungsweise der
Pfarrhausmauer und die Begrünung
beider ein fast mittelalterliches
Ambiente. Bei der Veranstaltung
entstand eine Atmosphäre, wie sie
Besucher der Ettlinger |
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Schlossfestspiele
zu schätzen wissen. Das Konzert selbst
begann mit sechs Liedern des
gastgebenden Männergesangvereins
Harmonie Büchenau unter der Leitung
seines Chorleiters Stefan Kistner, die
allesamt begeisterten. Den größten
Beifallssturm erhielt er für das in
englischer Sprache vorgetragene Lied,
was man mit einem betrunkenen Seemann
anfangen soll („What shall we do with
the drunken Sailor" von Eilsen). Mit
Beifall überhäuft wurden die fünf
Vorträge des Rettigheimer
Schlagzeugensembles „Percussion Power"
unter der Leitung von Rüdiger
Burkhard. Meisterhaft, wie die acht
jungen Männer im Alter zwischen zwölf
und 19 Jahren mittels dreier Xylophone
und fünf Schlagzeuginstrumente die
Overtüre/Soldatenmarsch aus dem 3. Akt
der Oper „Wilhelm Teil" von Gioacchino
Rossini darboten. Insgesamt acht
Lieder brachte der Sängerbund aus
Oberflockenbach unter der Chorleitung
von Hans-Joachim Karl zum Vortrag. Wie
beim MGV erhielt hierbei ein in
englischer Sprache gesungenes Lied mit
einer exzellenten Solistenleistung des
1.Vorsitzenden, Klaus Keller, den
größten Beifall „Marry an woman uglier
than you" (Heirate eine Frau, die
hässlicher ist als Du!) von de Paur
„Dann wirst Du glücklich", folgert das
Lied.
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Badische Neuesten Nachrichten vom 29.
Juni 2002
Erfolg im
„Mekka des Chorgesangs"
-
Männergesangverein
Harmonie Büchenau |
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„Wenn
bisher in Sangerkreisen gesagt wurde,
ein Chor aus Baden könne bei einem
Wertungssingen in Hessen nicht
gewinnen, hat unser Verein nunmehr
bewiesen, dass dies eine Fabel ist",
lautete das Resümee des
MGV-Vorsitzenden Manfred Zimmermann
bei einem Gespräch mit der Bruchsaler
Rundschau. Seine Sänger „wagten" sich
am letzten Wochenende, bei den als
"Mekka des Chorgesangs" geltenden
Chortage in Leihgestern anzutreten
Dieser Sangerwettstreit in Hessen ist
dadurch gekennzeichnet, dass ein
neuartiges Wertungssingen durchgeführt
wird Die Chore werden nicht mehr nach
ihrer Personalstärke, sondern nach der
„Schwierigkeit der Literatur" bei
einer gleichzeitigen Vorgabe eines
Pflichtvolksliedes in Gruppen
eingeteilt. Die Büchenauer Sänger
errangen in ihrer Gruppe den 1.
Klassenpreis mit dem Prädikat
„hervorragend" und ihr
Wertungsergebnis war das Drittbeste
von 18 Chören in drei Gruppen. Aber
nicht nur das MGV-Chorleiter Stefan
Kistner gewann zusätzlich den 1.
Dirigentenpreis. Laut Zimmermann ein
Beweis dafür, welche
"aufopferungswillige und fantastische
Arbeit" Kistner für die Büchenauer
Sänger leiste.
Der MGV
startete bei dem Wertungssingen in
Hessen in der Gruppe B, |
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bei der als
Messlatte von einer „mittleren
Schwierigkeit" ausgegangen wird. Das
vorgegebene Pflichtvolkslied war für
diese Gesangvereine „O du schöner
Rosengarten" von Kurt Lissmann.
Daneben kamen die beiden von den
Büchenauern ausgewählten Lieder „What
shall se do with the drunken Sailor"
von Steinar Eielsen beziehungsweise
„Wir kamen von Piemont" von Wilhelm
Heinrichs zum Vortrag. Bewertet wurden
je Lied sieben Kriterien mit jeweils
maximal 20 Punkten. Von den somit
höchstmöglichen 420 Punkten erreichte
der MGV (laut Zimmermann
„fantastische“) 405 Punkte. Die beste
Wertung mit insgesamt 137 Punkten
wurde mit dem Vortrag des Liedes „What
shall we do with the drunken Sailor"
erzielt. Zimmermann: „Neben den 20
Punkten für „Auffassung, Rhythmik und
Phrasierung haben wir uns insbesondere
für die gleiche Punktzahl beim
Kriterium „Sprache" gefreut. Die
englischen Sprachkenntnisse der
Büchenauer Sänger kommen nicht von
ungefähr sie sind das Ergebnis der
langjährigen Partnerschaft mit dem
„Pontnewydd Male Choir" aus Cwmbran
(Wales).
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Lied & Chor - Februar 2001
(Herausgeber: „Deutscher
Sängerbund“)
Die Kraft der Musik einigt die
Völker - „Friendship" mit einem
walisischen
Männerchor.
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Die Zeitung
berichtete von einer ungewöhnlich
hohen „Ausländerquote", beim MGV
Büchenau herrschte Hochstimmung 93
Gäste aus der Partnerstadt Cwmbran in
Wales hatten sich quasi über Nacht
unter die 2000 Seelen des Bruchsaler
Stadtteils Büchenau gemischt. Vom
22.-27. Oktober 2000 verweilten sie im
badischen Ländle, tourten sie nach
Heidelberg, nach Baden-Baden und in
den Hochschwarzwald, oder genossen
schlichtweg die Begegnung mit den
befreundeten Gastfamilien. Die beiden
Konzerte im Bürgerzentrum Bruchsal und
in der Kirche zu Herrenalb wurden zu
unvergessenen Höhepunkten
„Friendship", dargestellt in leuchtend
rotem Schriftzug wie die stilisierten
Sänger in der Notenlinie des
Büchenauer MGV-Logos, lautete das
Motto des Konzertes im Bürgerzentrum
Bruchsal Evergreens, klassisches
Liedgut, Volksliedsätze, Traditionals
und mitreißende Arrangements
bestimmten die Konzertdarbietungen des
Pontnewydd Male Choir (Leiter Walford
J Hutchings) und des MGV Harmonie
Büchenau (Leiter Stefan Kistner), die
jeweils für sich Leistung und Wirkung
in zeitgemäßer Form geschickt zu
verbinden wussten. Mit
Chorarrangements wie „Only you"
(Flying Pickets), „Take me home"
(Edwards & Hand),
„Funiculi-Funicula“ (L. Danza/W.
Giesen) und "Conquest of Paradise
(Vangelis/Hutchings & Stefan
Kistner) boten beide Chöre vereint ein
furioses Finale. Der Sinn des
gewichtigen wie allgemeingültigen
Satzes „The Power of Music unites
People - Die Kraft der Musik einigt
die Volker" wurde spätestens hier für
jeden Einzelnen auf der Bühne wie im
Publikum zu einer emotional erlebten
Erfahrung der besonderen Art. Die
Fotos, die dies dokumentieren, fangen
nur Augenblicke ein und sind doch in
ihrer Aussage kraftvoller, als es
Worte je vermögen. Fast musste man da
eine Bildergeschichte bieten.
Angefangen hat alles vor 13 Jahren. In
der Generalversammlung des MGV
Harmonie Büchenau 1987 wurde der
Beschluss gefasst, den Pontnewydd Male
Choir (PMC) nach
Büchenau |
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einzuladen.
Die spontan zugesagte Unterstützung
der Stadtverwaltung von Bruchsal
motivierte. Im April 1988 gab es erste
direkte Kontakte mit einer Delegation
aus Wales in Büchenau. Ein halbes Jahr
später standen die beiden Chöre
bereits zum ersten Mal gemeinsam auf
der Bühne. 1990 reisten die Büchenauer
nach England, 1993 und 1996 folgten
weitere Begegnungen in Deutschland und
England. Im Jahr 2000 lud Büchenau
ein. Neuerlich rührte die walisischen
Gäste „die imponierende
Gastfreundschaft" der Büchenauer. „Es
ist nicht nur der Empfang, so Clive
Parton, Vorsitzender des PMC, „es sind
die Organisation und dabei die Liebe
zum Detail, die wir bewundern".
Zeitlichen und persönlichen Aufwand
hatten die Organisatoren hierbei nicht
gescheut. Im Stile professionellen
Managements mit präzise verteilten
Aufgaben und Zuständigkeiten zogen sie
das Projekt durch - von der Gästeliste
über die Werbung,
Bürgermeisterempfang, Ausflugsrouten
bis hin zu Bewirtung und Geschenke an
die Gäste wie die vielen Helfer. Auch
hier kam der Chorgesang nie zu kurz
„Alle Begegnungen der Bürger beider
Partnerstädte stellen einen
bescheidenen Beitrag für die
Entwicklung Europas in guter Zukunft
dar" resümiert Gunter Raab,
Vorsitzender der Gemeinschaft der
Freunde Cwmbrans. Dass hierbei die
Männerchöre aus Cwmbran und Büchenau
im Geiste jener Proklamation, die der
Weltchorverband IFCM 1990 in Helsinki
formulierte, handelten, rief Manfred
Zimmermann, Vorsitzender des MGV
Harmonie Büchenau nochmals in
Erinnerung „Austausch und Lebensart zu
gestalten, Länder und Sprachgrenzen zu
überwinden, Hoffnung auf eine positive
Veränderung unseres Lebensraumes zu
wecken und vor allem Freundschaften zu
knüpfen und zu pflegen" (Zimmermann),
bestimmt das Tun beider Chöre - nicht
nur jetzt und heute.
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Badische Neuesten Nachrichten vom 28.
Oktober 1999
Harmonie"
blieb an Stimmgewalt und Volumen
unübertroffen - Der Büchenauer
Männergesangverein gemeinsam mit dem
„Montanara-Chor" ein Galakonzert im
Bruchsaler
Bürgerzentrum |
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Der
Männergesangverein „Harmonie" Büchenau
hatte anlässlich seines
80-jährigenBestehens den weltberühmten
Montanara-Chor zu einem Galakonzert
ins Bruchsaler Bürgerzentrum
eingeladen, wobei der Gastgeber die
jeweiligen Konzertteile mit je drei
eigenen Liedvorträgen eröffnete. So
stand zu Beginn Rolf Kerns Satz
„Abendruhe", bei dem der Solist Rudi
Katz durch seine sichere Stimmführung
überzeugte. Der MGV Büchenau, mit
seinen gut 60 Sängern ein in allen
Stimmen gut besetzter und bestens
disponierter Chor, präsentierte sich
unter seinem jungen Dirigenten Stefan
Kistner in Bestform. Silchers
Komposition „Entschuldigung" oder
Kühns Bearbeitung zu „Weit gehen die
Gedanken" zeugten von einer guten
Vorbereitung, strahlte der Chor doch
eine große Souveränität aus. Dem
Chorleiter Stefan Kistner, der die
Sänger mit fesselnder Akkuratesse und
großer Präzision führte, stand ein
außerordentlich disziplinierter und
musikalisch engagierter Chor
gegenüber. Nicht, weniger
diszipliniert zeigte sich der
Montanara-Chor unter der Leitung von
Professor Harry Pleva. Die rund 20
Sänger, allesamt ausgebildete
Solisten, standen dem MGV Büchenau in
Sachen Intonation und dynamischer
Gestaltung keineswegs nach, doch an
Stimmgewalt und Klangvolumen ließen
sich die Sänger des MGV „Harmonie"
beileibe nicht übertreffen. In
angemessen arrangierten und von Harry
Pleva ständig mit süßlichen Arpeggien
am Klavier begleitenden Sätzen
beliebter und eingängiger Lieder wie
„La Montanara", „Ein Lied geht um die
Welt", „Chiantiwein" oder einem
Potpourri der „West Side Story" zeigte
der Montanara-Chor die gesamte
Bandbreite seines Könnens, wobei
natürlich eine entsprechende
Choreographie und Dramaturgie nicht
fehlen durften. Das sehr
abwechslungsreiche Programm zeigte im
Übrigen sehr deutlich
die Vielseitigkeit der
Chöre, |
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auch im
Hinblick auf die mit Solisten
aufgeführten Werke. Da der
Montanara-Chor ja ohnehin ein Chor aus
Solisten
ist,
richtete sich das Augenmerk hier
vielmehr auf Werner Heckmann, den
ersten Solotrompeter des Stuttgarter
Staatstheaters. Mit atemberaubender
Leichtigkeit meisterte er selbst
schwierige Passagen und absolvierte
seine Soli mit Bravour, wofür er vom
Auditorium mit stürmischem Applaus
gefeiert wurde. Ebenso beeindruckend
waren die Solisten aus den Reihen des
MGV Büchenau: Neben Rudi Katz
brillierte vor allem Leonhard Geißler.
Der jüngste Nachwuchssänger des MGV
trat mutig und mit klarer Stimme
hervor und bot seinen Part sehr
deutlich artikuliert und akzentuiert
dar. Bei dem äußerst lebhaft und
mitreißend präsentierten Arrangement
„Funiculi-Fünicula" glänzte ein Sänger
aus den eigenen Reihen, Jochen
Geißler, sogar als Pianist. In
musikalischer Hinsicht war dieser
Galabend ein voller Erfolg und eine
bewundernswerte Leistung aller
Beteiligten zugleich. In seinem
Vorwort hatte der Vorsitzende des MGV
Büchenau, Manfred Zimmermann, der
Hoffnung Ausdruck verliehen, „dass
dieses Konzert auch mit dazu beiträgt,
neue Freunde zu gewinnen, um in
gestärkter Gemeinschaft neue Aufgaben
im kulturellen Schaffen anzugehen".
Der Meinung, dass eine solche
Sternstunde der guten Chormusik, wie
sie im ausverkauften Bürgerzentrum zu
erleben war, mit Sicherheit ein
positiver Impuls für die
Kulturlandschaft sein kann, waren auch
die Zuhörer, die mit tosenden
Beifallsstürmen beiden Chören ihre
Zugaben abforderten. So war der
gemeinsam gesungene Gospel „Oh Happy
Day" nicht nur festlicher Abschluss
eines grandiosen Galakonzertes,
sondern gleichermaßen auch der
Beschluss eines für den Chorgesang
tatsächlich „geglückten"
Tages. |
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Badische Neuesten Nachrichten vom 30.
November 1998
Verbindendes
voller Hingabe - Männergesangverein
Büchenau stellte erste eigene CD
vor |
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„Rhythmus
des Lebens" ist der Titel der ersten
Musik-CD, die der Männergesangverein
Harmonie Büchenau dieser Tage
herausgebracht hat. Die erste Scheibe
überreichten Dirigent Stefan Kistner,
Robert Schlichter, der Vorsitzende des
Vereins, und Ortsvorsteher Wolfgang
Biedermann dem Bruchsaler
Oberbürgermeister Bernd Doll. Es geht
den Büchenauer Mannen in erster Reihe
darum, „Musik zu vermitteln, Musik,
die in der Lage ist, harmonische
Stimmungen zu schaffen, Gefühle
auszudrucken und Menschen zu
verbinden", erklärte Robert Schlichter
dem Oberbürgermeister. Der Büchenauer
Männerchor habe sich im Laufe seines
fast 80jährigen Bestehens einerseits
der Tradition verpflichtet gefühlt,
andererseits sei er aber auch immer
für Neues offen gewesen, heißt es in
der Begleitbroschüre der CD. Die
Partnerschaft mit dem Pontnewydd Male
Choir in Wales im allgemeinen und die
Freundschaft zwischen Stefan Kistner
und seinem walisischen Kollegen haben
den Chor, sowohl was das Repertoire
als auch das gesellschaftliche Leben
betrifft, wesentlich mitgeprägt. So
werden von den insgesamt 16 auf der CD
aufgezeichneten Liedern, |
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sieben in
englischer Sprache
vorgetragen. Zwei weitere Lieder
sind Vertonungen, die Stefan Kistner
selbst vorgenommen hat. Als besonders
positiv hob der Oberburgermeister auch
die Altersstruktur des Vereins hervor.
Der MGV Büchenau sei einer der wenigen
Gesangvereine, die relativ geringe
Nachwuchsprobleme haben. Er führt es
unter anderem auch auf das zeitgemäße
Repertoire zurück. Der Verein habe
sich immer wieder ein großes Ziel
gesetzt, bei dessen Erreichen die
Mitglieder zusammenhalten mussten. Das
habe den Verein im Laufe der Jahre
immer wieder gestärkt, erläuterte
Robert Schlichter Als Beispiele nannte
er die beiden Konzertreisen nach Wales
oder auch das Einspielen der CD 18
Stunden dauerte allein die Aufnahme in
einem Karlsdorfer Studio, wenn man all
die Proben noch dazurechne, könne man
erst ermessen, welche immense Arbeit
hinter der CD stecke, so Wolfgang
Biedermann Eine hohe Qualität verlange
halt auch einen hohen Einsatz, obwohl
das Credo des Vereins heißt „Musik
muss nicht perfekt sein, sie muss voll
Hingabe sein" - so nachzulesen im
besagten Begleitheft. |
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Badische Neuesten Nachrichten vom 23.
Oktober 1996
Mit
betörendem Piano ein Meilenstein der
„Harmonie". Die Bruchsaler hörten, was
sie an
Martin Gantner
haben. |
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„Wir laden
uns Freunde ein", lautete das Motto
für das Chorkonzert, und wenn man sich
umschaute, so konnte man erkennen,
dass der Männerchor „Harmonie"
Büche-nau wohl zu den beliebtesten
Chören der Region gehört, war doch der
Rechbergsaal des Bruchsaler
Burgerzentrums nahezu ausverkauft
Spätestens nach den ersten Gesängen
konnte auch ein nicht eingeweihter
Zuhörer die Zuneigung verstehen, derer
sich dieser Klangkörper erfreut Die
Darbietung geistlicher Chorlieder und
Spirituals zeugten von einer
außerordentlichen Disziplin der
Sänger, von einer guten und
umsichtigen Stimmschulung durch den
Chorleiter und einem feinen Gespür für
die richtige Phonetik der
lateinischen, englischen und
walisischen Sprache -und dies alles
auswendig vorgetragen. Der Boden des
Volkstümlichen wurde bei den
weltlichen Chorsatzen zu Liedern der
Heimat von Kempkens, Klefisch, Kühn
und McBroom auch kaum verlassen, eher
schon in der kleinen Chorballade „Ein
großer Teich war zugefroren" auf einen
leicht ironischen Text von Goethe Doch
die Sänger der „Harmonie" hatten auch
„neue Töne", sprich aktuelle Musik
unseres Jahrhunderts parat Im Zentrum
des Konzertes standen Beitrage aus
Orffs „Carmina burana", nämlich der
zweite Teil, der „In der Schenke"
spielt. Ein durchschnittlicher
Männerchor kann ein solches Werk kaum
realisieren, nicht so die Sänger aus
Büchenau. Außerdem konnte man auch die
stimmlichen Fähigkeiten des Dirigenten
Stefan Kistner bewundern, als er mit
ferner, falsettierender Stimme die
extrem hohen Kantilenen des
„Schwanengesangs" anscheinend mühelos
interpretierte. Zu einem „Galakonzert"
gehört ein namhafter Gesangssolist.
Mit dem Bruchsaler Bariton Martin
Gantner, in allen großen Opernhäusern
zu Hause und zur Zeit Mitglied an der
Bayrischen Staatsoper in München,
hatte man einen außerordentlichen
Glücksgriff getan. Was Martin Gantner
zu bieten hatte, sprengte alle Normen
einer guten Darbietung, es war
Weltklasse, wie er es verstand, den
extrem hohen Lagen bei aller
Flexibilität noch Glanz und Fülle zu
verleihen ohne dabei den mimischen
Ausdruck zu vernachlässigen. Der
Solist übte sich bewusst in
dynamischer Zurückhaltung, gestaltete
aber jede Phrase und |
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melodische
Wendung um so eindringlicher Seine
hervorragenden darstellerischen
Qualitäten erkannte man
vor
allem bei
Orff und dann bei den Opernarien. Die
Arien des Papageno aus der
„Zauberflöte" (mit dem Spiel auf der
Panflöte) und die Arie des Grafen
„Heiterkeit und Fröhlichkeit" aus dem
„Wildschütz" von Lortzing, am Klavier
begleitet von Peter Nelson, ließen den
Funken schnell aufs Publikum
überspringen. Johann J. Beichel, der
moderierte, bemerkte einmal spontan
„Wir wissen, was wir an Martin Gantner
haben - ob das die Münchner auch
wissen?" Bei der Darbietung der
„Taberna-Szene" aus „Carmina burana"
unter der Leitung von Martin Schramm
agierten hochmotiviert Marc Meister,
Christian und Stefan Ruck, Mathias
Schäfer und Jochen Specht. Die
Darbietung des bekannten „Säbeltanzes"
von Ar
ram
Chatschaturjan, von Martin Schramm
geschickt auf die Schlaginstrumente
übertragen, wurde für die bestechende
Präzision mit tosendem Beifall
belohnt. Unter den begleitenden
Klängen der wie schon bei „Carmina" in
zwei Flügeln präzise
zusammenspielenden und gut aufeinander
abgestimmten Pianisten Frank
Bollheimer und Stefan Fuchs erklang
der amerikanische Song „The Rhythm of
Life
"
von C.
Coleman in der Bearbeitung für
Männerchor von R. Barnes. Auch aus
der
Auswahl
dieses Stückes sprach der schon
eingangs erwähnte Mut zum
Ungewöhnlichen. Hiermit wurde
bestätigt, was der Vorsitzende Robert
Schlichter in seiner Laudatio auf den
nun schon seit zehn Jahren in Büchenau
wirkenden Chorleiter Stefan Kistner
vermerkte: „Er ist immer auf der Suche
nach neuer und herausfordernder
Chorliteratur und nach
Lösungsansätzen." In mühevoller
Kleinarbeit hat er den Chor zu
beachtlichen Leistungen geführt.
Insbesondere im Piano versteht der
Chor seine Hörerschaft zu betören.
Dies zeigte sich noch einmal bei der
ersten Zugabe, der „Belle Rose du
Printemps“ bei der man die
vielzitierte Stecknadel fallen hören
können. Mit „O Happy Day“ und der
Wiederholung eines Teils des
offiziellen Schlussgesangs schloss das
Konzert, Meilenstein in der Geschichte
des Männerchors „Harmonie
Büchenau".
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Badische Neuesten
Nachrichten
1994
Harmonie
Büchenau, 75 Jahre
jung!
BNN-Bericht
1
&
BNN-Bericht
2 |
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Badische Neuesten Nachrichten
vom
24.
September 1992
Standbild für
die vergänglichste aller Künste -
Neuer Musikbrunnen vor der Büchenauer
Mehrzweckhalle bei Feierstunde
eingeweiht |
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Bruchsal (PA) Der
vergänglichsten aller Künste, der
Musik, hat der Männergesangverein
(MGV) "Harmonie" Büchenau ein
bleibendes Standbild gesetzt einen
Musikbrunnen. Der MGV - eines der
Aushängeschilder der Stadt Bruchsal in
Sachen Männergesang - sagte
Oberbürgermeister Bernd Doll bei der
feierlichen Übergabe, habe damit für
alle sichtbar dokumentiert, dass sich
in der neuen Mehrzweckhalle Sport und
Musik zu Hause fühlen. Die großen
Probleme in Büchenau seien gelöst, nun
gehe man mit Erfolg daran, die
I-Tüpfelchen auf das zuvor Geschaffene
zu setzen. Die Idee, einen
"Musikbrunnen" zu schaffen, hatte
Jochen Geißler, der stellvertretende
Chorleiter des MGV, schon 1986. Für
die Ausführung haben Siegfried Geißler
und Paul Schäffner - beide aktive
Mitglieder des MGV - rund 500
Arbeitsstunden aufgewendet. Nun ist
der Brunnen fertig und steht vor der
Mehrzweck-, nicht wie anfangs
beabsichtigt, bei der
Veranstaltungshalle. Das rührige Trio
Jochen und Siegfried Geißler und Paul
Schäffner hat den Geschmack der
Büchenauer getroffen. Fünf Notenlinien
aus Edelstahlrohr winden sich um eine
imaginäre Zentralachse. |
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Darauf hat Willy
Süß die Edelstahlnoten der Oberstimme
des Chorliedes "Schwinge dich auf,
mein Lied" von L. Fuhrmann
angeschweißt. Aus den oberen Enden der
Notenlinien rieselt das Wasser auf die
Steine des Beckengrundes, die aus
einem Steinbruch in Knittlingen
herangefahren wurden. Mit dem neu
angelegten Weg, den Bänken zum
Verweilen und mit dem Sickerschacht
schufen die städtischen Mitarbeiter
der Abteilung Garten- und Sportanlagen
den richtigen Rahmen für die neue
Plastik. Ortsvorsteher Johannes Fuchs
steuerte die Beleuchtungsanlage bei.
Für ihn ist der neue Brunnen ein
Sinnbild der Sehnsucht nach Freude,
Glück und Geborgenheit. Da die
MGV-Mitglieder alles ehrenamtlich
geleistet haben, kostete der Brunnen
die Stadt nur 21.500 Mark. So billig,
witzelte Manfred Zimmermann, der erste
Vorsitzende des MGV, könne die Stadt
Bruchsal kaum einen zweiten Brunnen
bekommen. Wie ein harmonisches
"Gesamtkunstwerk" wirkte denn auch die
feierliche Übergabe Abenddämmerung,
Altweibersommer und die weichen Klange
der Chormusik unter der Leitung von
Stefan Kistner.
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